Kurzzeit- / Verhinderungspflege

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um eine vorübergehende Heimaufnahme für einen bestimmten Zeitraum. Kurzzeitpflege wird von der Pflegekasse mitfinanziert, sobald der Versicherte in eine Pflegestufe eingestuft ist und selbst aufgrund seines Gesundheitszustandes (z.B. nach einem Krankenhausaufenthalt, bei Schwächezuständen nach Infekten oder in sonstigen Krisensituationen) professionelle Unterstützung benötigt, damit sein Pflegezustand möglichst wieder so hergestellt wird, dass die häusliche Pflege fortgeführt werden kann.

Im Gegensatz zur Kurzzeitpflege wird die Verhinderungspflege von der Pflegekasse erst gewährt, wenn eine mindestens 6-monatige Zugehörigkeit zu einer Pflegestufe vorliegt bzw. wenn glaubhaft nachgewiesen werden kann, dass die zu pflegende Person bereits seit 6 Monaten im häuslichen Bereich von den Angheörigen gepflegt wurde. Ist dies der Fall, dann wird diese auf Antrag für Situationen genehmigt, in denen die pflegenden Angehörigen "verhindert" sind - also selbst erkrankt sind bzw. einen Urlaub oder eine Kur antreten wollen.

Besonderheiten der Finanzierung für diese Aufenthaltsformen

Liegt keine Einstufung in eine Pflegestufe vor, so wird dem Kurzzeitpflegebewohner der entsprechende Tagessatz der Pflegestufe 0 in Rechnung gestellt. In diesem Fall ist keine finanzielle Unterstützung der Pflegekasse oder der Landesbehörde möglich.

Beim Vorliegen einer Pflegestufe kann ein solcher Aufenthalt auf Antrag von der zuständigen Pflegekasse mitfinanziert werden. Es besteht ein Anspruch auf maximal 28 Tage Kurzzeitpflege sowie Verhinderungspflege bzw. auf einen jeweils zu übernehmenden Höchstbetrag von 1.470,-- € pro Kalenderjahr. Damit sind die anfallenden Kosten für die Pflegeleistungen in der Regel ganz bzw. weitgehend abgedeckt.

Ein weiterer Teil des Gesamtpflegesatzes - die Investitionskosten - können von der Einrichtung bei der zuständigen Landesbehörde auf Antrag von der Einrichtung abgerechnet werden, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • dass eine Einstufung in eine Pflegestufe vorliegt
  • dass der gewöhnliche Aufenthaltsort der pflegebedürftigen Person innerhalb der letzten 12 Monate vor Aufnahme in Niedersachsen lag
  • dass sich an die Kurzzeit- oder Verhinderungspflege kein unmittelbarer Dauerpflegeaufenthalt im stationären Pflegebereich anschließt (dies bezieht sich auch auf andere Pflegeeinrichtungen).

Der dritte und letzte Anteil des Gesamtpflegesatzes - die Kosten für Unterkunft und Verpflegeung - müssen immer vom Bewohner selbst getragen werden. Diese liegen in unseren Einrichtungen zwischen 15,-- und 17,-- €/Tag, was bei einem Aufenthalt von 28 Tagen eine Eigenleistung von ca. 400,-- - 500,-- € ausmacht.

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